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 Geschichte

Astroclub 

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Geschichte des Vereins



Drehbare Sternkarte; Link zur Bildvergroesserung


1959

Seit über 45 Jahren sind in Radebeul die Ebenberge Stätte amateurastronomischer Tätigkeit. Was der Lehrer Rüdiger Kollar mit einer Gruppe Jugendlicher 1959 in einer kleinen Beobachtungshütte begann, entwickelte sich in der 1969 errichteten Volkssternwarte bald zu einem amateurastronomischen Zentrum im Ballungsraum "Oberes Elbtal".


Abbildung Ruediger Kollar

1969

Die Gemeinschaft der Amateurastronomen und Sternfreunde ist untrennbar mit dem Werden und Bestehen der Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul verbunden.
Als die Sternwarte in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens zweimal grundsätzlich umgebaut wurde, waren es stets Jugendliche, die unter fachmännischer Anleitung den größten Teil der Bauleistungen erbrachten.


1970 - 1990

Die Sternwarte wurde für viele ein zweites Zuhause, hier verbrachten sie einen großen Teil ihrer Freizeit. Für die einen war es das Interesse an astronomischen Problemen, für andere die zwanglose Gemeinschaft, für die meisten jedoch beides, was den langen Anmarsch auf die Ebenberge lohnend machte. Irgendwann nannten sie sich Jugendclub. Später versuchten staatliche Stellen Einfluß zu nehmen. Es gab eine bescheidene finanzielle Unterstützung. Die Jugendlichen bewahrten sich jedoch ihre bis dahin genossene Unabhängigkeit. Bis zum Jahr 1990 gab es an der Sternwarte Arbeitsgemeinschaften für Schüler, einen astronomischen Jugendclub für jugendliche Sternfreunde sowie die Fachgruppe Astronomie des Kulturbundes.


1991


Unter den neuen Bedingungen der Marktwirtschaft wurde mit dem Astroclub Radebeul e. V. ein leistungsfähiger Verein gegründet, der ehrenamtlich in der Öffentlichkeitsarbeit der städtischen Einrichtung sowie im Bereich von Jugend, Freizeit und außerschulischen Bildung tätig ist.
Nicht nur der juristische Status des Vereins mit neuen Rechten und Pflichten änderte sich beim nahtlosen Übergang von Jugendclub zum Astroclub Radebeul e. V. sondern auch die finanzielle Situation. Als eingetragener und gemeinnützig anerkannter Verein kann der Astroclub Radebeul e. V. private Spenden und staatliche Zuschüsse zur Finanzierung astronomischer Projekte selbst generieren. Es taten sich Möglichkeiten auf, astronomisch tätig zu werden, von denen viele vorher nicht zu träumen gewagt hätten. Der Astroclub Radebeul e. V. ist, obwohl rechtlich vom Träger der Sternwarte, der Stadtverwaltung Radebeul, entkoppelt, so zu einer tragenden Säule der Sternwarte geworden. Damit wurde auch eine Basis für die Amateurastronomie an der Volkssternwarte Radebeul geschaffen.
Bis Mitte der 90er Jahre wurden astronomische Jugendcamps im Lausitzer Gebirge organisiert. Die von 1982 bis 1999 jährlich stattfindenden Beobachtungscamps für die Meteorbeobachtung gestalteten sich in dieser Zeit zu Ferienhöhepunkten von "Sternguckern" aus ganz Deutschland.
Die Zahl der Mitglieder wuchs ständig, da viele im Club blieben, obwohl sie die "30" längst überschritten hatten. Im Laufe der neunziger Jahre wurden sieben "vereinsinterne" Ehen geschlossen, die zeigen, dass gleiche Interessen der Partner stabilisierend auf einen gemeinsamen Lebensweg wirken können. Das Vereinsleben bezieht sich nicht nur auf die Zeit des Aufenthaltes auf der Sternwarte, sondern beinhaltet auch gemeinsame Exkursionen und Wanderungen, die eine ausgeprägte Liebe zur Natur und den schönen Dingen des Lebens erkennen lassen. Im August 1993 verlebten in Waltersdorf anlässlich des 10jährigen Jubiläums des ersten Meteorbeobachtungslagers auf dem Lauschegipfel im Zittauer Gebirge viele Mitglieder und Freunde des Vereins sowie Teilnehmer früherer Lager ein Wochenende voller Erinnerungen.


Abbildung vom Jupiter, Link zur Bildvergroesserung

1992

Im Jahr 1992 und 1993 modernisierten Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. die Coude'-Steuerung und setzten sich für die Realisierung der Liveübertragung der D2-Raumflugmission und die Installierung eine Wettersatellitenanlage ein.
Im Rahmen von ABM wurden durch Mitglieder des nahmen Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. kleinere Instandsetzungen am Sternwartengebäude vor und gestalteten den Grillplatz neu.
Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Radebeul stellte der Astroclub Radebeul e. V. den bis heute letzten Erweiterungsbau am Sternwartenkomplex fertig. Ziel der bereits vom damaligen Jugendclub 1988 begonnenen Errichtung war die Schaffung eines eigenen Vereinsraumes. Inzwischen dient der Raum zur Bedienung und Auswertung der Teleskope der Beobachtungsstation, des Radioteleskops und deren öffentliche Präsentation.


1995

Staatliche Zuschüsse von Land, Landkreis und Kommune ermöglichten es dem Astroclub Radebeul e. V. zum 35. Sternwartenjubiläum 1995 die Modernisierung der Beobachtungsstation sowie den Erwerb und die Inbetriebnahme eines modernen Spiegelteleskops, dem ZEISS-Meniskas 180/1800. Mit Hilfe der CCD-Kamera ST 7 waren nun die Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. in der Lage, lichtschwache Gasnebel und Galaxien zu präsentieren und zu fotografieren sowie lichtveränderliche Sterne zu messen.


1996

Im Rahmen der Projektförderungen vom Kulturraum Elbtal modernisierte der Astroclub Radebeul e. V. gemeinsam mit der Großen Kreisstadt Radebeul von 1996 bis 1998 das Sternwartenfoyer und 1999 den Vortragsraum. Mit der neuen Multimedia Präsentationsanlage und dem neuen Ausstellungssystem kann der Vortragsraum für Ausstellungen, Vorträge oder Seminare multifunktional genutzt werden. Das großzügig umgestaltete Foyer erlaubt eine modernere Präsentation der vorhandene Ausstellungsobjekte und schafft Raum für Besucher und Gäste.


1999

Präsentiert wurde der neu gestaltete Eingangsbereich und die barrierefreie Beobachtungsterrasse zum 40. Sternwartenjubiläum, das am 13. November 1999 mit vielen Sternfreunden, ehemaligen Mitgliedern oder Beschäftigten der Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul und des Jugendclubs/Astroclub Radebeul e. V. feierlich begangen wurde.


2000

Die Modernisierung der Beobachtungstechnik und der Einbau eines Heliostaten als Sonnenprojektionsanlage zwischen 1999 und 2000 ermöglichte die Live-Projektion eines bis zu 80 cm großen Sonnenbildes im Vortragsraum. Diese wurde nach der partiellen Sonnenfinsternis vor allem beim Merkur und Venus-Vorbeigang vor der Sonnenscheibe für die Präsentation genutzt. Mit der Einrichtung des Astroshops im ehemaligen Gästezimmer ist ein regelmäßiger Verkauf nicht nur von astronomischen Artikeln und Literatur, sondern auch von Mitgliedern des Astroclub Radebeul e. V. erzeugten Astro-Bildern auf der Sternwarte eingeleitet worden. Zwei separate im Internet installierten Newsgroups versorgen die Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. ständig mit internen Informationen und die Besucher der Volkssternwarte sowie Interessenten des Vortragsprogramms zwei Mal im Monat via Mail mit neuen Programminformationen. Mittlerweile ist die Zahl der Abonnenten für das Vortragsprogramm auf über 100 angewachsen. Auf einer Fahrt durchs das Zittauer Gebirge zum 20jährigen Jubiläum des ersten Meteorbeobachtungslagers erleben am letzten Augustwochende 2000, vierzehn Tage nach dem ersten Astrocamp auf dem Hochwaldgipfel, viele Mitglieder und Freunde des Vereins sowie Teilnehmer früherer Lager schöne Stunden voller Erinnerungen. Die populärwissenschaftliche Vortragsreihe "Astronomie 2000" wurde etabliert und bis heute mit monatlichen Vorträgen fortgeführt. Im Rahmen von ABM und Zivildienst unterstützen Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. die Öffentlichkeitsarbeit an der Sternwarte durch eigene Vortragsprogramme, wie z. B.: "Stern von Betlehem" oder das Kinderprogramm "Mondschneider".





2001

Die Errichtung des 3m-Radioteleskops von 2001 bis 2003 erweiterte den Wahrnehmungsbereich für Sternwartenbesucher über den sichtbaren Teil des Lichtes hinaus und erlaubt nun auch wetterunabhängig am Tage Sterne "zu sehen" oder "zu hören". Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. verbessern seitdem die Empfangstechnik und führen regelmäßig radioastronomische Messungen und Beobachtungen durch. Die Zeitschrift "Der Sternfreund" war bis zu ihrem Einstellen Ende 2002 das Mitteilungsblatt des Astronomischen Freundeskreises Ostsachsen (AFO), dem neben rund einem Dutzend weiteren Sternwarten und astronomischen Vereinigungen auch die Volkssternwarte Radebeul und der Astroclub Radebeul e. V. angehören. Mitglieder des Astroclub Radebeul e. V. waren in der Redaktion der zweimonatlich erscheinenden Vereinszeitschrift tätig, die Sternwarte war jahrelang Sitz der Redaktion.


2003

Seit 2003 arbeitet der Astroclub Radebeul e. V. als Mitglied in der Redaktion der amateurastronomischen Zeitschrift "Sternzeit" mit.


2004

Die 1998 ins Leben gerufene Sternpatenschaftsaktion "Radebeuler Himmel" für den Kauf eines neuen Teleskops erzielte bis 2004 ca. 35.000 EUR. Mit diesen Spendengeldern erwarb der Astroclub Radebeul e. V. das bisher größte Teleskop an der Sternwarte, einen Maksutov-Newton MN 14 4,5.
Der Astroclub Radebeul e. V. präsentierte das an Radebeuler Bedingungen angepasste Instrument zum 7. deutschlandweiten Tag der Astronomie und Raumfahrt, der durch das Politmagazin "Stern" als Lange Nacht der Sterne am 18./19.09. 2004 bundesweit publik gemacht wurde, feierlich der Öffentlichkeit.
Mit dem neuen Spiegelteleskop und der 2003 erworbenen CCD-Kamera ST-10 können die Mitglieder tiefer in das Universum vordringen und lichtschwache Objekte beobachten oder den Besuchern präsentieren.
Neue Videotechnik ermöglichet detailreiche Aufnahmen unseres Erdmondes, der Planeten und der Sonne. Das Coronado-Filtersystem erlaubt eine gleichzeitige detaillierte Beobachtung dynamischer Prozesse auf der Sonnenoberfläche, wie Protuberanzen, Fackeln oder Sonnenflecken.


Faltblätter über die Sternwarte und zu interessanten astronomischen Themen bringen Besuchern den Sternhimmel sowie Grundlagen und Instrumente der Astronomie näher. Aktive Sternfreunde veröffentlichen die Ergebnisse ihre Beobachtungen und Messungen im Internet sowie in astronomischen Journalen oder in amateurastronomischen Zeitschriften.

Der ACR versteht sich als Ansprechpartner für die einzelne Themengebiete und möchte jedem Astronomie-Interessierten weitergehenden Informationen, Anleitung oder Unterstützung bei eigenen Beobachtungen zu Hause bzw. auf der Sternwarte geben.

Den zurzeit ca. 80 Mitgliedern des Astroclub Radebeul e. V. stehen die Sternwarte mit ihren Beobachtungsgeräte zur Verfügung. Neben der astronomischen Beobachtung gehören auch u. a. gemeinsame Exkursionen, Astrocamps und Beobachtertreffen sowie Sonnenwend- und Weihnachtsfeier zu einem regen Vereinsleben.

Gemeinsam mit der Stadt Radebeul will der Astroclub Radebeul e. V. auch in der Zukunft Profil und Programm der Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" mit gestalten.


Abbildung Mondsichel, Link zur Bildvergroesserung

Aufgaben des Astroclub Radebeul e. V.

Die Aufgaben des Astroclub Radebeul e. V. ergeben sich aus Artikel 2 seiner Satzung (Ziele des Vereins).

Der Astroclub Radebeul e. V. ermöglicht und fördert die astronomische Freizeitbetätigung seiner Mitglieder und aller interessierten Personen. Zu diesem Zweck können die Volkssternwarte "Adoph Diesterweg" in Radebeul einschließlich der Instrumente und Geräte genutzt werden. Der Verein unterstützt ideell und sachlich in besonderem Maße junge Sternfreunde sowie Beobachtergruppen.
An der Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul wird ein regelmäßiges Vortrags- und Beobachtungsprogramm angeboten.

Der Astroclub Radebeul e. V. unterstützt die Volkssternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul nachhaltig in ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sind die Durchführung der öffentlichen Beobachtungsabende, die Vorbereitung und Durchführung von Sonder- und Großveranstaltungen zu Höhepunkten und astronomischen Ereignissen, die Veranstaltungsankündigung und -werbung von besonderer Bedeutung.
Die astronomische Beobachtungsergebnisse werden publiziert und die öffentliche Tätigkeit dokumentiert.


Adresse der Sternwarte "Adolph Diesterweg" Radebeul, Link zur E-Mail-Adresse


Der Astroclub Radebeul e. V. hält die genutzte Beobachtungstechnik städtischen und eigenen Eigentums im Rahmen seiner Möglichkeiten aus eigenen Kräften instand.

Der Astroclub Radebeul e. V. pflegt die Kontakte zu anderen astronomischen Einrichtungen, arbeitet aktiv an Projekten der Vereinigung der Sternfreunde e. V. (VdS) und des Astronomischen Freundeskreises Ostsachsen (AFO) mit und versteht sich als einer der Ansprechpartner dieser überregionalen Vereinigungen im sächsischen Bereich.

Abbildung Linsenfernrohr ZEISS-Coude-Refraktor, Link zur Bildvergroesserung

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