Reisebericht von der AKM Leoniden 2001 Expedition nach Ulan Bator


Der Sturm


In der Nacht vor dem Sturm wurden diverse Testbeobachtungen durchgeführt um Kamera, Heizungen, Augen ... zu testen. Das Wetter war super, -11°C, kaum Wind und klar mit Grenzgröße 6,3. Es waren aber recht wenig Leoniden zu gesehen, nur eine –5mag Feuerkugel mit Nachleuchtspur gab eine kleine Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte. Am Ende der Nacht war klar das die Technik soweit funktionierte und die Kleidung der Kälte angemessen war. Nur das Zodiakallicht störte am Morgen im Löwen recht stark. Um etwa 8 Uhr gab es Frühstück und dann wurde erst mal geschlafen. Zum Mittag gab es dann Teigwaren mit Schafenfleisch u.ä. sowie  Tee + Milch und Kekse. Ich hab dann erst mal den gesamten Colavorrat (2 Flaschen) der Sternwarte aufgekauft und war somit auf die "Nacht der Sternschnuppen" sehr gut vorbereitet.
Nachleuchtspur des -5mag Leoniden der Test-Nacht, knapp über dem Wald.
Nun begann die Nacht des Leonidessturms. Ich habe ab etwa  21 Uhr beobachtet. Es waren einige 
schöne Earthgrazer zu beobachten die von einem Horizont über den gesamten Himmel zogen um hinter
dem Wald wieder zu verschwinden. Sie waren mehrere Sekunden lang zu sehen und eine gute Einstimmung
auf diese Nacht. Die anderen Teilnehmer der Expedition waren alle mit Diktiergerät ausgestattet, 
weiterhin gab es eine sprechende Uhr um die Zeitintervalle für die Leonidenzählung abzugrenzen. 
Wir bekamen dann noch Besuch von einem Mitarbeiter der deutschen Botschaft der ein 10*70 Fernglas 
mitbrachte. Damit habe ich natürlich auch ein bischen beobachet, unter anderem M42, M45; M31, M33 
sowie diverse Nachleuchtspuren. Es ist schon beeindruckend mit dem Fernglas rumzugucken und in den 
Augenwinkeln die Leoniden vorbeipfeifen zu sehen.

Ich habe im stehen und liegen beobachtet und mich mit Isomatte, Schlafsack, Rettungsfolie, Daunenjacke, 
Filzstiefeln und Cola warm gehalten. Ich habe viele Leoniden gesehen, teilweise bis zu 6 Leos auf einmal,
insgesamt dürften es wohl 3000-4000 gewesen sein. Ich habe Fotos mit meiner Praktika LLC und einer
geliehenen EXA 1b (danke an Frank Wächter) gemacht, im Wechsel mit 2*50mm/1.8 und 30mm/3.5 
Objektiven sowie einem 0.42 Fisheye Konverter auf Kodak E200 Diafilm (für 640/1000 ASA entwickelt). 
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I.
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Hier nun einige Aufnahmen, die ich mit der oben genannten Kameratechnik gemacht habe:
3 Leoniden im Orion (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
11 Leoniden unterhalb des Orion (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
Leoniden im Großen Hund am Waldrand (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
Leoniden im Großen Hund am Waldrand (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
Fast punktförmige radiantennahe Leoniden  (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
Heller zweifarbiger radiantennaher Leonide  (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
 Nachleuchtspur eines hellen Leoniden  (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
24 Leoniden nahe Sirius, sowie die Reste einer Nachleuchtspur (oben rechts)  (LLC, 50mm f1.8 Objektiv)
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 Leoniden über der Sternwarte  (EXA1b, 30mm f3.5 Objektiv mit 0.42 Fisheye Konverter)
 Leoniden am Waldrand  (EXA1b, 50mm f1.8 Objektiv)
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 Heller Leonide nahe M44, gut zu sehen der Farbwechsel von grün zu rot  (EXA1b, 50mm Objektiv)
 8 Leoniden in der Großen Bärin (EXA1b, 50mm f1.8mm Objektiv)
 Hier nun die Sequenz der Nachleuchtspur eines -9mag Leoniden. Das erste Bild entstand unmittelbar nach Auftreten der Feuerkugel. Darauf kann man eine unterschiedliche Färbung der Spur erkennen. Ein ähnliches Bild ist mir bisher nur aus Sky&Telescope 2/2002 bekannt. Das letzte Bild dieser Sequenz entstand über 30min später. Die Belichtungszeiten werden von Bild zu Bild länger.
Sonnenaufgang hinter der Sternwarte am Morgen nach dem Sturm!
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